Unterricht

Deutsch

Der Deutschunterricht hat bei uns eine zentrale Bedeutung, weil sprachliche Handlungsfähigkeit die Grundlage für das Lernen in allen Fächern ist.
Der Deutschunterricht knüpft an die in der Grundschule erworbenen Fähigkeiten an.
Zusätzlich zum planmäßigen Unterricht von vier Wochenstunden finden während der Erprobungsstufe in einer weiteren fünften Unterrichtsstunde individuelle Fördermaßnahmen in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben statt.

In den Klassen 5-7 werden im Schuljahr sechs Klassenarbeiten geschrieben; in der Klasse 8 neben der Lernstandserhebung fünf und in den Klassen 9-10 je vier. Am Ende der Klasse 10 steht die Zentrale Prüfung (ZP10), auf die gezielt vorbereitet wird.
Die Klassenarbeiten beziehen sich auf die vorgegebenen Kompetenzen des Kernlehrplans und decken die verschiedenen geforderten Aufgabentypen 2-6 ab.

Bei besonderem Förderbedarf nehmen die Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe zusätzlich an einer Förderung im Lernstudio, das von Fachkräften geleitet wird, teil.

Als „Lesende Schule“ finden in den einzelnen Jahrgangsstufen verschiedene Projekte zum Lesen und Vorlesen statt: Leseaktionstag, Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels, Besuch von Autorenlesungen, Schülerbücherei, Besuch der Stadtteil- und Stadtbücherei, Zeitungsprojekte, Theater…
Besonderes Augenmerk wird auf die Kooperation mit außerschulischen Partnern im Hinblick auf den Besuch von Weiterführenden Schulen sowie der Berufswahlvorbereitung gelegt. Hier spielen Bewerbungstraining, Präsentationen oder auch das Verfassen von Berichten eine wesentliche Rolle.

Insgesamt zeichnet sich der Deutschunterricht durch ein ausgewogenes Fordern und Fördern unserer Schülerinnen und Schüler aus. Dabei werden unsere Zielsetzungen fortlaufend reflektiert und evaluiert.

Englisch

Der Englischunterricht an unserer Schule ist auf die konsequente Anwendungsorientierung der englischen Sprache, die Betonung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit, die Berücksichtigung interkultureller Handlungskompetenz sowie auf die Orientierung an den Referenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens ausgerichtet.
Neben allgemeinen Bildungszielen sollen gemäß des Kernlehrplans Englisch kommunikative Kompetenzen, interkulturelle Kompetenzen, methodische Kompetenzen sowie die Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit systematisch entwickelt werden.
Die Förderung kommunikativer Kompetenzen – Hörverstehen/Hör-Sehverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben, Sprachmittlung – steht im Vordergrund der Unterrichtsarbeit.
Begleitet wird die Förderung dieser Kompetenzen durch die Entwicklung der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachlicher Korrektheit . Hierzu gehören Aussprache und Intonation, Wortschatz, Grammatik und Orthographie.
Durch die Schulung zu interkultureller Kompetenz sollen die Schüler/innen kulturell bedingte Verhaltensmuster und Wertvorstellungen entwickeln, um sich so in mehreren Gesellschaften zurecht zu finden.
Methodische Kompetenzen werden in den Bereichen Hörverstehen/Leseverstehen, Sprechen/Schreiben sowie im Bereich des kooperativen und selbstständigen  Sprachenlernens entwickelt.
Die folgenden thematischen Schwerpunkte sollen unter Berücksichtigung des Kernlehrplans in den Jahrgangsstufen 5-10 bearbeitet werden:

– Familie
– Schule/Schulsystem
– Freizeit
– Feste
– Musik
– Medien
– Natur/Umwelt
– Sport
– Zusammenleben in multikulturellen Gesellschaften
– Verschiedene Regionen in GB und den USA
– Ausbildung/Beruf
– Kultur
– Technologien
– Wirtschaft / Politik

Mathematik

Im Mathematikunterricht der Realschule wird an die Arbeit in der Grundschule angeknüpft. Der Mathematikunterricht hat in unserem Schulsystem die Aufgabe, die Schüler/innen zur mündigen Teilnahme am Leben in der modernen Gesellschaft zu erziehen und ihnen zu helfen, Lebenssituationen zu durchschauen, die für sie in Zukunft relevant sein können.

In allen Altersstufen sollen folgende übergeordnete Ziele beachtet werden: Sachzusammenhänge mathematisieren, Problemlösungsstrategien entwickeln, Begriffe bilden und Gesetze und Regeln finden und begründen.

Bei der Vermittlung der mathematischen Inhalte sind wir selbstverständlich an die für die Schulen verbindlichen Richtlinien und Lehrpläne der Realschule gebunden. Der Lehrplan der Realschule für Mathematik stellt aber nur ein Grundgerüst mathematischer Fähigkeiten und Fertigkeiten dar, die am Ende der 10. Klasse bei den Schüler/innen  vorhanden sein sollen. Wichtig ist es, Freiräume zu schaffen, in denen Schüler/innen erleben können, dass der Mathematikunterricht sich an ihrer Lebenswelt orientiert.

Viele Wiederholungsphasen, Zeit für individuelles und kooperatives Einüben der grundlegenden Fertigkeiten kennzeichnen den mathematischen Alltag. Dabei wird Wert auf ein grundlegendes Verständnis der mathematischen Zusammenhänge gelegt, das spielerisch, ganz konkret und formal erarbeitet, eingeübt und gefestigt wird.

Fächerübergreifender Unterricht und Projektarbeit im Fach Mathematik hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert.

Evangelische Religionslehre

Religionsunterricht hilft Schülerinnen und Schülern, die religiöse Dimension ihrer Wirklichkeit und ihres Lebens zu erschließen und eine eigene religiöse Identität zu entwickeln.

Der evangelische Religionsunterricht an unserer Schule soll hierzu ebenso wie zur religiösen Bildung der Schülerinnen und Schüler beitragen.
Dies geschieht durch die Auseinandersetzung mit existentiellen Grundfragen und mit dem Phänomen Religion in seinen vielfältigen Erscheinungsformen.

Der christliche Glaube in seiner evangelischen Ausprägung steht dabei im Mittelpunkt.
Gleichzeitig wird die Religionsfreiheit des Einzelnen gewahrt (siehe Art. 7 GG).

Der evangelische Religionsunterricht achtet also die Glaubensüberzeugungen der Schülerinnen und Schüler und ist offen für ihre unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Grundorientierungen.
Bei der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Deutungen von Wirklichkeit und Lebensentwürfen erwerben die Lernenden auch verbindliche Kompetenzen wie wahrnehmen, deuten, urteilen, gestalten und sich verständigen.

Thematische Schwerpunkte sind zum Beispiel „Verantwortung für die Welt als Schöpfung“, „Leben als Mann und als Frau“, „Reformation“, „Der christliche Auferstehungsglaube“, „Jüdisch-christlicher Dialog“ usw.

Zur Sensibilisierung für unterschiedliche Geschlechterperspektiven, zur Werteerziehung, zum Aufbau von sozialer Verantwortung und zur Mitgestaltung einer demokratische Gesellschaft leistet der Religionsunterricht somit einen wichtigen Beitrag.

Die religiöse Bildung und Werte-Erziehung an unserer Schule wird in der Fachkonferenz „Sinn und Werte“, zu der die Kolleginnen und Kollegen der Katholischen Religionslehre, der Evangelischen Religionslehre und der Praktischen Philosopie gehören, in lebendigem und stetigem Austausch koordiniert.

Katholische Religionslehre

„Was ist dir wichtig in deinem Leben?“ „Woran glaubst du?“ „Was ist dir heilig?“ „Woran wendest du dich, wenn du Orientierung suchst?“

Der kath. Religionsunterricht zeigt Mensch und Welt in ihrem Bezug zu Jesus Christus im Licht des kirchlichen Glaubens und Lebens. Er macht den Schüler/innen deutlich, dass man die Welt im Glauben sehen und von daher seine Verantwortung in ihr begründen kann.
Der Religionsunterricht greift die Erfahrungen der Schüler/-innen auf, die sie
> im eigenen Leben,
> im Leben mit anderen,
> in der Begegnung mit Religion und Religionen und
> in der Begegnung mit der Kirche machen
und vermittelt christliche Werte sowie Basiswissen des christlichen Glaubens und der Bibel.

Die Schüler/innen sollen ihre eigenen Erfahrungen darstellen und die Erfahrungen anderer kennen lernen; sie sollen diese Erfahrungen verstehen und unterscheiden, um die Verhaltensweisen überprüfen und bewerten zu können.

Die religiöse Bildung und Werte-Erziehung an unserer Schule wird in der Fachkonferenz „Sinn und Werte“, zu der die Kolleginnen und Kollegen der Evangelischen Religionslehre, der Katholischen Religionslehre und der Praktischen Philosopie gehören, in lebendigem und stetigem Austausch koordiniert.

Der Besuch der Gotteshäuser ist genauso spannend wie der Besuch einer Ordensfrau oder eines Ordensmannes im Unterricht. Wenn Klassen/Jahrgangsstufen es wünschen, finden auch „Schulgottesdienste“ mit den Geistlichen statt.

Das Fach Religionslehre fühlt sich besonders dem Artikel 7 der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen vom 6. Juni 1950 verpflichtet, in dem es heißt:
„Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung“.

Praktische Philosophie

Das Fach „Praktische Philosophie“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen.

Wie auch im Religionsunterricht geht es um die Auseinandersetzung mit Sinn- und Wertefragen , allerdings in einer religions- und weltanschauungsneutralen Form. Dabei orientiert sich das Fach „Praktische Philosophie“ am gesamtgesellschaftlichen Wertekonsens, wie er in der Verfassung des Landes NRW, im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und in den Menschenrechten verankert ist. Begriffe unserer demokratischen Gesellschaft wie Toleranz, Anerkennung der Menschenwürde, Empathie, Verantwortlichkeit und Solidarität werden im Laufe des Unterrichts erarbeitet und mit konkreten Handlungsmaximen verbunden.

So können die Schüler/innen dieses Faches ihre eigenen Vorstellungen weiter entwickeln und Grundlagen für das eigene Handeln in sozialer Verantwortung finden. Sie sollen sich ebenso kritisch mit individuellen Vorstellungen von Glück, Freiheit und Freundschaft auseinandersetzen.

Die Themen des Unterrichts werden von sieben verschiedenen Fragekreisen abgeleitet, die im Laufe der Schulzeit angesprochen werden.

Der Fragenkreis 1 „Die Frage nach dem Selbst“ befasst sich z. B. mit Themen wie „Freiheit und Unfreiheit“, „Grundrechte und gesetzliche Einschränkungen“, „Strafverfolgung und Strafzwecke“, „Willensfreiheit“, „Handlungsfreiheit und Entscheidungsfreiheit“.

Zum Fragenkreis 4 „Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft“ gehören etwa die Themenkreise „Recht und Gerechtigkeit“, „Regeln und Gesetze“, „Politische Utopien“.

Weitere Fragenkreise sind die Frage nach…: (2) …dem Anderen; (3) …dem guten Handeln; (5) …Mensch, Natur und Technik; (6) …Wahrheit, Wirklichkeit und Medien; (7) …Ursprung, Zukunft und Sinn.

Im Fach „Praktische Philosophie“ geht es nicht um vorgegebene Antworten und Lösungen, sondern um die Förderung selbsttätigen Lernens. Hierdurch sollen die Schülerinnen und Schüler die Kompetenz erwerben, sich in einer wertepluralistischen Welt weitgehend eigenständig immer wieder neu und kritisch zu orientieren.

Kunst

Kunsterziehung  ist ästhetische Erziehung im visuellen Bereich. Gegenstände des Faches sind visuelle Phänomene und Objekte, Bilder unterschiedlichster Art und Herkunft, dreidimensional gestaltete Objekte und die gestaltete und gebaute Umwelt. Ziel ist es, unsere Schüler/innen zu einer kompetenten und kritischen Wahrnehmung gegenüber Gegenständen der Kunst wie von Lebenssituationen anzuleiten.
Sie lernen Kunst als Ausdruck von Normen, Werten, Interessen, Beziehungen in der Gesellschaft der Vergangenheit und Gegenwart sowie als individuelle künstlerische Interpretation und Sicht der Wirklichkeit zu verstehen.
Der Unterricht ist dabei durch die gegenseitige Durchdringung von praktisch-produktivem Handeln (Produktion) und theoretischer Auseinandersetzung mit den Gegenständen (Reflexion) bestimmt. Der Schwerpunkt soll im Bereich der Produktion liegen, um hier Phantasie und kreatives Handeln der Schüler/innen zu entwickeln.

Die Unterrichtsgegenstände im Kunstunterricht lassen sich in folgende Sachbereiche zusammenfassen:
Farbe und Malerei; Grafik: Zeichnen, Schreiben, Drucken; Plastik, Skulptur, Objekt; Architektur und Bauen; Visuelle Medien; Fächerübergreifender Unterricht; Epochen der Kunst.

Der Unterricht in dem Fach Kunst wird im gut ausgestatteten Fachraum erteilt, häufig bei halber Klassenstärke (ca. 15 Schüler/innen). Diese Organisationsform ermöglicht eine bessere individuelle Förderung und erleichtert das „soziale“ Lernen (Kooperation, Arbeitsteilung, Verantwortung, Disziplin, Hilfsbereitschaft usw.).

Die Schulung der Wahrnehmung („bewusstes“ Sehen/ Fühlen/ Riechen) ist ein wichtiges Anliegen des Faches im Medienzeitalter. Praxisarbeit und Eigenproduktionen vermitteln auch den Schüler/innen Erfolgserlebnisse, die mit intellektuellen Ansprüchen anderer Unterrichtsfächer Schwierigkeiten haben.
Vielfältige Praxisthemen motivieren die Schüler/innen zur Mitarbeit. Im Umgang mit Materialien und Farben wird dabei sehr auf sinnvolle Verwertung/Wiederverwertung und auf weitgehende Schadstofffreiheit  geachtet.

Durch das Fach werden neue Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung aufgezeigt, auch Ideen dafür entwickelt.

Die Ausstellungen von Arbeiten der Schüler/innen tragen zum guten äußeren Erscheinungsbild der Schule bei. Dies gilt auch für Fest- und Feierdekorationen. Öffentliche Wertschätzung und Anerkennung erfahren die Schülerarbeiten auch auf außerschulischen Ausstellungen und durch die Teilnahme an Wettbewerben.

Musik

Musik ist für die schulische Bildung unverzichtbar, weil durch sie der Mensch in seiner Ganzheit erfasst und gefordert, zu sozialem, kommunikativem Handeln befähigt und in seiner Persönlichkeitsentwicklung gestärkt wird.

Ausgehend von den musikalischen Erfahrungen der Schüler/innen (z. B. im Elternhaus, in der Früherziehung der Musikschule, in der Grundschule und in der Freizeit) werden vor allem die Freude am Musizieren (Umgang mit Instrumenten, eigene Gestaltungsversuche und Klangexperimente), am Musik hören (bewusst wahrnehmen, unterscheiden), an der Bewegung nach Musik (Modetänze, Tänze verschiedener Stilrichtungen, Epochen, gestisches Gestalten von Liedern) und die Neugierde auf neue Erfahrungen mit Musik geweckt und erhalten.

Bei musikalischen Aktionen werden Fertigkeiten entwickelt, sich an Verabredungen zu halten, angemessen zu agieren und zu reagieren. Über den Musikunterricht hinaus wird das Instrumentalmusizieren und Singen im Chor gefördert und somit das Schulleben bereichert.

Unterrichtsgänge (z. B. Besuch einer Generalprobe des Städtischen Orchesters) dienen der Intensivierung musikalischer Erfahrung.
In einer von Medien weithin bestimmten Welt versucht der Musikunterricht zum bewussten und kritischen Umgang mit diesen Mittlern und neuen Technologien anzuleiten. Ebenso leistet der Musikunterricht einen Beitrag zur Berufsorientierung, indem er die Schüler/-innen mit Berufsbildern vertraut macht, bei denen Musik eine wichtige Rolle spielt.

Sport

Unsere Schule verfügt über moderne, gut ausgestattete und gepflegte Sportstätten, die ein reichhaltiges Unterrichtsangebot ermöglichen. Der überwiegende Teil unseres Sportunterrichts findet in der großen Dreifachturnhalle an der Westfalenstraße statt, in der drei Sportgruppen parallel unterrichtet werden können. Ferner steht uns an einem Vormittag pro Woche das im selben Gebäude befindliche  Hallenbad zur Verfügung. In der Sommerzeit nutzen wir zudem den in der Nähe liegenden Sportplatz Hiltrup-Süd sowie das umliegende Gelände für Leichtathletik und Spiele.

Der Sportunterricht  für die Klassen 5 und 6 wird an unserer Schule koedukativ erteilt, d.h. dass die Mädchen und Jungen einer Klasse gemeinsam Sportunterricht haben. Ab Klasse 7 wird nach Möglichkeit der Unterricht getrenntgeschlechtlich erteilt.

Der Sportunterricht wird auf der Grundlage der Stundentafel im vollen Umfang in der unten aufgeführten Verteilung erteilt.:

· Regelunterricht der Klassen  5 und 6:    2-4stündig

· Regelunterricht der Klassen  7 und 8:    2-4stündig

· Regelunterricht der Klassen  9 und 10:  2-4stündig

Der Unterricht wird bei 4-Wochenstunden in zwei Doppelstundenblöcken erteilt; bei 2-Wochenstunden als eine Doppelstunde.

Der Schwimmunterricht ist auf Grund der Hallenkapazitäten so in der Unterrichtsverteilung einzuplanen, dass Parallelklassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 jeweils zeitgleich Sportunterricht haben, damit die Klassen die Möglichkeit des quartalsweisen Wechsels haben.

Der gesamte laut Stundentafel erteilte Sportunterricht ist darauf ausgerichtet die umfassende Handlungskompetenz in Bewegung, Spiel und Sport zu erreichen. Hierzu dient sowohl die in Form der Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans differenziert ausgewiesene Obligatorik (ca. zwei Drittel der Stunden), als auch der durch die Fachkonferenz auf die spezifischen Voraussetzungen, Bedingungen und das sportlichen Leitbild der Schule passgenau abgestimmte Freiraum (ca. ein Drittel der Stunden).

Sport im Rahmen von Schulfesten und Sportprojekten:

> ein Leichtathletik-Sportfest für einzelne Stufen (Klassen 5/6; 7/8; 9/10).
> ein Spielsportfest mit unterschiedlichen Sportspielen in altersgemäßen Gruppen.
> ein Sponsorenlauf in der Hohen Ward.

Erdkunde

Grundlegend für den Erdkundeunterricht an der Johannes-Gutenberg-Realschule Hiltrup ist die Vermittlung und der Aufbau von Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen.

Unser Erdkundeunterricht möchte aber zunächst die Faszination, die Bedeutung und das Interesse der Schülerinnen und Schüler an geographischen Themen wecken. Dabei ist der Unterricht gegenwarts- und zukunftsorientiert, aktuelle Ereignisse werden in den laufenden Unterricht mit eingebunden. Da die Förderung eines vernetzten Denkens wesentlich ist, wird der Unterricht phasenweise fächerübergreifend und projektartig angelegt.

Grundlegend für unseren Erdkundeunterricht sind die praktische Erfahrung vor Ort und der Einbezug von externen Fachleuten. Originale Begegnungen, insbesondere von geographischen Orten im Umfeld der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, finden so oft wie möglich statt. Wenigstens einmal im Schulhalbjahr wird ein Lernort außerhalb des Klassenraums aufgesucht. Es bieten sich Ziele wie konventionelle und ökologische Bauernhöfe in der Umgebung, das Naturschutzgebiet Hohe Ward und der Besuch des Planetariums an. Zum Themenbereich „Unruhige Erde“ wird das interaktive Museum „Universum“ in Bremen besucht.

Inhaltlich steht am Anfang der Klasse 5 das Grundlagentraining „Von der Wirklichkeit zur Karte“ und der Erwerb eines Atlasführerscheins im Fokus des Unterrichts. Fachbegriffe wie z.B. Maßstab und Legende werden handlungsaktiv erarbeitet, indem die Schülerinnen und Schüler u.a. selbstständig kartieren. Einen weiteren Schwerpunkt nimmt das Inhaltsfeld „Merkmale der Erde“ (u.a. Kugelgestalt der Erde, Drehbewegung der Erde und ihre Auswirkungen, Gradnetz) ein.

Weitere Themen der Jahrgangsstufe 5 und 6 sind die Betrachtung von „Küste und Alpen als Natur- und Freizeitraum“ sowie das „Zusammenleben in unterschiedlich strukturierten Siedlungen“.

Ein Schwerpunktthema der Klasse 6 ist bei uns „Landwirtschaft und Ernährung auf der Spur“. In dieser Unterrichtsreihe wird nach Möglichkeit fächerübergreifend in Kooperation mit dem Fach Biologie der Themenbereich „Gesunde Ernährung“ mit einbezogen. Auch kooperieren wir hier mit außerschulischen Fachleuten, wie z.B. dem Landfrauenservice.

In den Jahrgansstufen 7 und 8 stehen inhaltlich der „Aufbau der Erde“, das „Leben und Wirtschaften in verschiedenen Landschaftszonen“ (u.a. Tropischer Regenwald, Savannen, Wüsten, Polargebiete) und die „Unruhige Erde“ im Mittelpunkt.

Geschichte

Geschichtsunterricht besteht nicht aus dem Aneinanderreihen von Fakten der vergangenen Jahrhunderte. Da wir in eine bestimmte Zeit, Kultur, Gemeinschaft hineingeboren sind, müssen wir unsere eigene Existenz in ihrer Geschichtlichkeit verstehen lernen.

In unserer Schule wird deshalb auf die Aktivitäten im Geschichtsunterricht besonderer Wert gelegt, und die spezifischen Erfahrungsmöglichkeiten unseres Heimatraums werden genutzt.
So kann der Anfangsunterricht in der Klasse 6 durch Besuche der verschiedenen münsterischen Museen (Geologisch-Paläontologisches Museum, Landes-, Stadtmuseum) unterstützt werden. Eigenes Tun, wie z. B. Getreide auf dem Reibstein zu Mehl zu mahlen, aus Ton Gefäße der Bandkeramiker nachzuformen, ein Modellmuseum zu planen und zu bauen, das Erstellen einer Museumszeitung u.ä., dienen wie das Rollenspiel der Nachbereitung und Festigung des im Museum Erlebten. Gleichzeitig wird damit das Interesse am Leben unserer Vorfahren und damit am Fach Geschichte wachgehalten. Die Kooperation mit anderen Fächern, z.B. dem Kunst-, Religions- und Physikunterricht, zeigt den Schüler/innen, dass das Fach Geschichte nicht isoliert zu betrachten ist, dass Ideen Jahrhunderte überdauern.

Auch im 7. bis 10. Schuljahr gehören Museums- und Ausstellungsbesuche in den Rahmen dieses Faches. So lässt sich z.B. die Arbeit in der Klasse 7 durch Besuche des Mühlenhofes in Münster, des Archäologischen Parks in Xanten oder des Museums Technischer Kulturdenkmäler in Hagen ganz wesentlich interessanter für die Schüler/innen gestalten.
Im 9. und 10. Schuljahr sollen Besuche der Wewelsburg, der Steinwache in Dortmund, der Synagoge in Münster Geschichtsunterricht vor Ort ermöglichen und ebenso wie der Besuch von Ausstellungen im Stadtmuseum, im Rathaus o.a. Geschichte lebendig werden lassen.

Interessierte Schüler/innen der Jahrgangsstufe 10 können alljährlich an dem Seminar „Aus der Geschichte lernen“ teilnehmen . Diese Veranstaltung des Franz-Hitze-Hauses und der Villa ten Hompel arbeitet mit Workshops zum Rechtsextremismus; ebenso ist ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen Teil des Programms.

So oft es geht, will der Geschichtsunterricht an unserer Schule die Zusammenarbeit mit Zeitzeugen und Institutionen ermöglichen und fördern und so dafür sorgen, „dass sich die Schule stärker zur außerschulischen Wirklichkeit hin öffnet.“

Chemie

Im Anfangsunterricht Chemie ab Klasse 7  führen die Schüler/innen Experimente zu Stoffen und ihren Eigenschaften durch und sie erarbeiten verschiedene Stofftrennverfahren. Mit Hilfe des Teilchenmodells lernen sie, naturwissenschaftliche Phänomene, die allein durch Beobachtung nicht erklärt werden könnten, zu deuten.

Der Chemieunterricht ermöglicht den Schüler/innen eine intensive Auseinandersetzung mit chemischen Fragestellungen und deren experimenteller Überprüfung. Vorstellungen über den Bau und die Struktur der Materie werden erweitert und verhelfen zu einem grundlegenden Verständnis der Mechanismen der Um- bzw. Neubildung von Stoffen.

Durch Exkursionen zu chemischen Einrichtungen und Betrieben lernen sie technische Verfahren, chemische Berufe und Arbeitsplätze kennen. Gleichzeitig wird ihnen verdeutlicht, dass die chemische Industrie ein Wirtschaftsfaktor ist, der einerseits wesentlich zum heutigen Lebensstandard, andererseits aber auch zu Umweltproblemen beiträgt.

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von chemischen Eingriffen in die Lebensumwelt der Menschen wird angestrebt.
Verschiedene Schwerpunkte, die in direktem Bezug zur Lebensumwelt der Schüler/innen stehen, werden Fächer verbindend erarbeitet. Solche Schwerpunkte sind:
> Boden,
> Wasser und Gewässer,
> Chemie und Lebensmitel,
> Fette, Seifen, Waschmittel,
> Chemie im Haushalt,
> Kunststoffe.
Weitere Schwerpunkte können vorgeschlagen und experimentell erarbeitet werden.

Physik

Der Physikunterricht will heute, ausgehend von der Arbeitswelt, die durch Technik geprägt ist, Strukturen aufzeigen und sie vielfältig auf andere, auch nicht-physikalische Bereiche anwenden.

„Der Schüler soll nicht nur Physik, er (sie) soll auch über Physik lernen.” (W. Jung) Dem Rechnung zu tragen, bemüht sich der Physikunterricht an unserer Schule. So steht in allen Klassenstufen der Schülerversuch an vorderster Stelle.
In unserer Schule werden alle Themenbereiche der Physik in drei Blöcken durchgearbeitet und dabei für die Schüler/innen so viele Versuche wie möglich durchgeführt. Das ist z. Zt. in den Jahrgangsstufen 5 und 6 möglich im Bereich “Stromkreis und Energie”, „Temperatur und Energie”, „Schall und Lärm” sowie „Licht und Sehen”.

Auch die Themenbereiche der Jahrgangsstufe 7 und 8, „Licht und  Bild”, „Kraft und Energie”, „Messen im Stromkreis”, lassen sich weitgehend in Schülerversuchen erarbeiten.

Ebenso können in den Jahrgangsstufen 9 und 10 diese Sachgebiete in eigenen Versuchen erkundet und vertieft werden.
Eigenverantwortliches Arbeiten der Schüler/innen könnte in den folgenden Projekten ermöglicht werden:

  • Klasse 5/ 6:  einen Feuermelder bauen und Sonnenenergie in Häusern nutzen
  • Klasse 7/ 8: Möglichkeiten und Chancen regenerativer Energien (z.B. die Wasserkraft, Solarthermie, Photovoltaik, Windenergie, Deponie- und Klärgas, Biogas, Biomasse, Umweltwärme, Geothermie) untersuchen und „einfache” Maschinen bauen und untersuchen, die in früheren Jahrhunderten eingesetzt wurden.
  • Klasse 9/ 10: ein Wärmekraftwerk bauen und eine Alarmanlage mit verschiedenen Sensoren planen und Flugobjekte bauen sowie logische Schaltungen entwickeln.

Gerade diese Projekte machen die Kooperation mit anderen Fächern notwendig.Je nach Themenschwerpunkt könnte der Unterricht im Fach Physik durch Besuche von Kraftwerken, Elektrizitätswerken, der Stadtwerke Münster, der Phänomenta in Lüdenscheid, des Landesmuseums für Handwerk und Technik in Hagen, des Siemens-Nixdorf-Museums in Paderborn, des Deutschen Museums in Bonn sowie der DASA in Dortmund und verschiedener Objekte auf der „Route der Industriekultur” in Essen oder Duisburg-Meiderich begleitet werden.

Politik

Politikunterricht wird in allen Jahrgangsstufen unterrichtet. Die Fragestellungen und Inhalte des Faches wachsen mit dem Verstehenshorizont der Schüler/innen.

Während in der Vergangenheit in den Klassen 5 und 6 die Klassenlehrer/innen das Fach vor allem nutzten, um gruppeninterne Konflikte und Probleme des Schulalltags mit der Klasse in den Blick zu nehmen, zu analysieren und Lösungsansätze zu entwickeln, konnte diese Aufgabe auf die „Klassenstunde“ übertragen werden.

Um den Schüler/innen  eine inhaltliche Vorbereitung auf das Differenzierungsangebot Sozialwissenschaften ab Klasse 7 zu ermöglichen, wird der Politikunterricht in Klasse 6 zweistündig erteilt.  Dabei wird der Politikunterricht den Blick auf das unmittelbare gesellschaftliche Umfeld der Schüler/innen lenken: Schule, Medien, insbesondere Fernsehen, Freizeit(bedürfnisse), zugewanderte Kinder…
Danach erweitert sich in den nächsten beiden Jahren der Blickwinkel auf das politische Geschehen in den Kommunen und im Gesamtstaat, wobei insbesondere jugendspezifische Themen genutzt werden, um die Einführung in gesellschaftliche Zusammenhänge zu erleichtern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Berufswahlvorbereitung.

Konsequent  weitet sich der Politikunterricht für die Abschlussklassen auf europäische und weltpolitische Gesichtspunkte aus und wird verknüpft mit Erkenntnissen, die die Schüler/innen auch in benachbarten Fächern erworben haben bzw. noch erwerben sollen.
Handlungsbezogene Unterrichtsverfahren sorgen dafür, dass die Schüler/innen nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern einen Bezug zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit herstellen können.

Neigungsdifferenzierung (als 4. Hauptfach ab Jg. 7)

Dem Differenzierungsunterricht wird in unserer Schule eine besondere Bedeutung beigemessen. Eine intensive Information der Schüler/innen und auch der Eltern schafft die Voraussetzung dafür, dass eine qualifizierte Wahlentscheidung getroffen werden kann.
An unserer Schule hat sich im Laufe vergangener Jahre folgendes Differenzierungsangebot etabliert: Biologie, Französisch, Sozialwissenschaften  und Technik.

Während in der Vergangenheit Kurse auch dann eingerichtet werden konnten, wenn eine eher geringe Zahl von Schüler/innen sich für ein Kursfach entschieden hatte, haben die Kurse inzwischen eine Größe von maximal 25 Schüler/innen. Für 3 Klassen werden in der Regel nun 4 Kurse eingerichtet. Allen Fächern gemeinsam ist das Stundenangebot von je 3 Wochenstunden in den Klassen 7 bis 10. In diesem zusätzlichen Hauptfach, das nicht mehr abgewählt werden kann, werden nach derzeitiger Regelung im Jahrgang 7 und 8  jeweils 6 einstündige, in den Jahrgängen  9 und 10 jeweils 4 ein- bis zweistündige Kursarbeiten geschrieben.

Wichtig war und ist es uns, die Besonderheit des Französischunterrichts, jetzt ab Klasse 6, zu pflegen. In diesem Schuljahr haben alle Schüler/innen der Realschule die Pflicht, Französisch kennen zu lernen – allerdings kann ihnen eine schlechte Note im Fach Französisch in diesem Jahrgang nicht schaden. Den Schülerinnen und Schülern, die mit gutem Erfolg teilgenommen haben, ist anzuraten als Differenzierungsfach Französisch zu wählen. Nur sie haben die Möglichkeit, am Ende der Klassen 7 oder 8 mit weiteren überdurchschnittlichen Leistungen in das Gymnasium aufzusteigen. Bei einem Übergang in eine gymnasiale Oberstufe im Anschluss an den 10. Jahrgang der Realschule muss dort keine zweite Fremdsprache mehr erlernt werden.

Französisch (Neigungsdifferenzierung)

Voraussetzung für die Teilnahme am Differenzierungskurs ist die erfolgreiche Arbeit im Französischunterricht der Klasse 6.

Ausgehend von  einer gewissen Sprachbegabung und dem Interesse für die Länder, in denen Französisch gesprochen wird, ist auch die Bereitschaft zum ausdauernden, kleinschrittigen Arbeiten an der Sprache entscheidend wichtig. Die „Belohnung“ wird sein, dass es irgendwann gelingt, sich mit Französinnen/ Franzosen zu unterhalten, ohne Verständigungsprobleme zu haben.

Da Europa und die Welt immer mehr zusammenrücken, wird es möglich sein,  auch ein Berufspraktikum in einem der französischsprachigen Länder abzuleisten oder sogar den zukünftigen Arbeitsplatz zeitweilig oder auf Dauer dort zu finden.

Zum Abschluss der Klasse 10 haben diese Schüler/innen dann insgesamt fünf Jahre Französisch gelernt und können damit, wenn sie in die gymnasiale Oberstufe wechseln wollen, die zweite Fremdsprache als erledigt betrachten oder aber auf diesen Kenntnissen aufbauen und sie erweitern. Weiterhin besteht auf einer Berufsfachschule die Möglichkeit, den Zweig zu wählen, der es erlaubt, den Beruf der/des kaufmännischen Assistenten/in für Fremdsprachen zu erlernen.

Unterstützt wird das schulische Lernen durch Aufenthalte in Frankreich. Die Schule hat Kontakt mit den Partnerschaftskomitees Hiltrup-Beaugency und Münster-Orleans, die jedes Jahr  Austauschfahrten mit französischen und deutschen Schulen durchführen. Auf diese Weise haben schon manche Schüler/innen  unserer Schule Beaugency und Orleans (eine Stunde von Paris entfernt) sowie das Loire-Tal kennen gelernt und Kontakte mit französischen Jugendlichen und ihren Familien geknüpft.

Biologie (Neigungsdifferenzierung)

Was ist anders im Vergleich zum Biologieunterricht im Jahrgang 5/6 ?

  • Vertiefung und Verknüpfung verschiedener Unterrichtsgegenstände
  • Auseinandersetzung mit dem Lebendigen von der Zelle bis zum Ökosystem
  • Themen werden in komplexere Zusammenhänge gestellt
  • Erkennen der wechselseitigen Abhängigkeit von Mensch und Umwelt

Für wen ist der Kurs geeignet?

Für Schülerinnen und Schüler, die …

  • … Interesse an biologischen Fragestellungen und Freude an der Natur haben.
  • … genau und ordentlich arbeiten (z.B. beim Mikroskopieren oder beim Formulieren von Hypothesen)
  • … ein gewisses Abstraktionsvermögen besitzen (z.B. bei den molekularen Grundlagen der Genetik)

Folgende Themen begleiten dich:

  • Ökosysteme (Lebensgemeinschaft Wald und See)
  • Forschung und Medizin (Bakterien, Viren, Gesundheitserziehung)
  • Gene und Vererbung (Bin ich meinen Eltern ähnlich?)
  • Evolution  (Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?)
  • Stationen des Lebens
  • Sexualerziehung

Diese Methoden unterstützen dich dabei:

  • Umgang mit Fachtexten
  • Aufbau und Auswertung von Versuchen
  • Beobachtung (Film/lebendes Objekt)
  • Arbeit mit dem Mikroskop
  • Exkursionen

Das lernst du:

  • neues Fachwissen
  • naturwissenschaftliche Arbeitstechniken
  • Kommunikation in biologischen Zusammenhängen
  • Ergebnisse fachlich bewerten und beurteilen

Sozialwissenschaften (Neigungsdifferenzierung)

Das Fach Sozialwissenschaften beinhaltet hauptsächlich  soziologische, wirtschaftliche und politische Themen. Darüber hinaus fließen auch Aspekte aus dem sozialpädagogischen, psychologischen und juristischen Bereich in die oben genannten Teilgebiete ein.
Soziologische Themen sind z. B. Drogen, Jugendkriminalität, gesellschaftliche Randgruppen, Erziehungsideale und Erziehungsstile, Rolle der Frau in der Gesellschaft, Gruppentheorien, Vorurteile, Macht und Einfluss der Medien, Ausländer- und Asylpolitik, Phänomen Gewalt in unserer Gesellschaft.

Wirtschaftliche Themen sind z. B. Verbrauchererziehung, Jugendarbeitsschutzgesetz, Vermögensbildung, Mitbestimmung im Betrieb, Jugendarbeitslosigkeit, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, Ziele der Wirtschaftspolitik, Markt, Globalisierung, Auswirkungen der Technisierung und Com-puterisierung auf dem Arbeitsmarkt.
Politische Themen können sein Institutionenkunde, Demokratie und Diktatur, Krieg und Frieden, Entwicklungspolitik; Prinzipien des Föderalismus, Wahlsysteme, tagespolitische Brennpunktthemen.

Wenn es  den Schüler/innen gelingt, das Funktionieren eines Gesellschaftssystems auf seinen verschiedenen Ebenen wie in der Schule, in der Wirtschaft und in der Politik zu verstehen, wird es  im späteren Leben leichter fallen,  sich in verschiedenen Rollen als Familienmitglied, als Berufstätige/r und als Staatsbürger/in zurechtzufinden.

Technik (Neigungsdifferenzierung)

Wir leben in einer technisierten und industrialisierten Welt. Bei aller Skepsis gegenüber manchen Risiken der technischen Entwicklung ist es nicht strittig, dass es durch den Einsatz von Technik gelungen ist,
> Menschen von schwerer körperlicher Arbeit zu entlasten,
> Hunger und Krankheiten wirksam zu bekämpfen,
> zeitliche und räumliche Versorgungseinschränkungen auf-
zuheben,
> das Informations- und Kommunikationsangebot (auch:
Bildungsmöglichkeiten) erheblich zu erweitern,
> Freiräume für Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen.

Diesen Vorteilen stehen aber auch schwer wiegende Risiken gegenüber, z.B.
> Veränderung der ökologischen Umwelt,
> Bedrohung durch hochgerüstete Waffentechnik,
> Verknappung natürlicher Ressourcen,
> neue Qualifikationsanforderungen berufllicher und privater Art,
> Gefährdung der persönlichen Sphäre durch hochentwickelte und schwer kontrollierbare Datentechnik,
> Einschränkung der Handlungsfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft durch Technikgläubigkeit.

Technik beschäftigt sich mit den Veränderungen der realen Welt; sie ist damit den Naturgesetzen unterworfen. Technik ist aber auch die Einflussnahme auf die Gestaltungsmöglichkeiten menschlichen Zusammenlebens.

Im Technikunterricht geht es um: Berechnen, Reflektieren, Ausführen, Bewerten, Planen, Herstellen, Optimieren, Konzipieren, Betreiben und Warten in Theorie und Praxis.

Dieses spiegelt sich in den folgenden Themenbereichen wider, die in allen Jahrgangsstufen Unterrichtsgegenstand sind.

Arbeit und Produktion
> Arbeiten mit Holz, Metall, Kunststoffen
> Kennenlernen von Verfahren, Organisationsformen und Arbeitsanforderungen in der Produktion
> Nutzung von Werkzeugen und Maschinen unter den Bedingungen von Zweckmäßigkeit, Sachgerechtigkeit und Sicherheit
> Planung/Entwicklung technischer Produkte bzw. Bauwerke
> Überprüfung/Bewertung der Produkte, Pflege/Wartung/Reparatur

Umgang mit Energie und Maschinen
> Umwandlung von Energie in Maschinen, Arbeiten an Maschinen
> Rationeller Umgang mit Energie
> Transport von Energie

Information und Kommunikation
> Sammeln und Auswerten von Informationen
> Nutzung von Informationen zur Steuerung/Regelung von Vorgängen
> Informationsverarbeitung/Datenverarbeitung
> Automation

Transport und Verkehr
> Transportmittel
> Straßen, Brücken, Verkehrswege
> Verkehrsplanung

Versorgung und Entsorgung
> Energieversorgung
> Müll- und Abfallbeseitigung (Recycling)

Berufsvorbereitung
> Ver-/ Bearbeitung verschiedener Werkstoffe
> Technische Darstellungsformen (technisches Zeichnen,Rechnen, Ablauf- und Organisationsdiagramme)
> Auswahl und Einsatz von Werkzeugen und Maschinen, von  Messgeräten
> Umgang mit elektrotechnischen/ elektromechanischen
Bauteilen (auch Schaltpläne und Gebrauchsanweisungen)