Die Realschule im Bildungssystem

Realschule – eine Schule für alle Bildungswege

Die Schulform Realschule ist von ihrem traditionellen Verständnis her eine so genannte „Mittelschule“, die sich insbesondere an jene Kinder wendet, deren schulische Leistungen sich im „Mittelfeld“ bewegt und über die eine verlässliche Aussage für eine gymnasiale Eignung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Grundschule noch nicht gemacht werden kann. Unbenommen davon bleibt natürlich die Tatsache, dass sich die JGRH an die Vorgaben des Schulministeriums gebunden fühlt, die den Eltern die letzte Entscheidung der Schulwahl überlässt.

Ab Jahrgang 7 findet der Unterricht (insgesamt 5 bis 6 Unterrichtsstunden) auch in so genannten Neigungsdifferenzierungskursen statt, so dass den individuellen Wünschen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler (in fremdsprachlicher, naturwissenschaftlicher, sozialwissenschaftlicher und technischer Richtung) umfassend Rechnung getragen werden kann.

Der entscheidende Vorteil der Schulform Realschule liegt allerdings darin, dass sie die Sekundarstufe I mit einem Zeitraum von sechs Jahren (im Gegensatz zu einem Gymnasium mit i. d. R. nur 5 Jahren) abdeckt und ihren Schülerinnen und Schüler damit ausreichend Zeit lässt, sich am Ende ihres Ausbildungsgangs an der Realschule für jede (!) Form der Weiterbildung – schulischer und/oder beruflicher – entscheiden zu können.

Weitestgehend homogene Lern- und Leistungsgruppen sowie ein damit verbundenes hohes Leistungsniveau gewährleisten die Schaffung einer optimalen Grundlage für einen lebenslangen Lernprozess.

Schulform Realschule – Grundsätzliches

Traditionell führt die Schulform Realschule zu allen Abschlüssen der Sekundarstufe I:

  • Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe),
  • Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife),
  • Hauptschulabschluss nach Klasse 10 & Hauptschulabschluss (nach Klasse 9) – in seltenen Ausnahmefällen

Seit Jahrzehnten erlangen weit mehr als 50 % der Münster-Hiltruper Realschülerinnen und -schüler die Fachoberschulreife mit der Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Die JGRH ist stolz darauf, dass aus ihren Reihen zahlreiche erfolgreiche akademische und berufliche Karrieren entstanden sind.

G9 – Abitur nach neun Jahren versus G8 – Abitur nach acht Jahren

Seit Beginn ihres Bestehens ist die Realschule Münster-Hiltrup eindeutiger Beweis für die Tatsache, dass die Schulform Realschule innerhalb eines Bildungsganges von neun Jahren bis zum möglichen Abitur (sechs Jahre an der Realschule plus dreijährige Oberstufe an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg) eine herausragende Rolle spielt. Eine große Zahl von Realschulabsolventen erreicht an den verschiedensten Gymnasien und Berufskollegs unseres Einzugsbereichs jährlich die Allgemeine Hochschulreife (Abitur). Und diese gelingt ihnen i. d. R. auch ohne jemals eine Klasse wiederholt haben zu müssen. Unsere Referenz ist die regelmäßige Zufriedenheit dieser Schulen mit unseren Schulabgängern. Fragen Sie dort gern nach!

JGRH – eine traditionelle Halbtagsschule mit einem freiwilligen Nachmittagsangebot

Die Realschule Münster-Hiltrup sieht sich in der Tradition einer klassischen Halbtagsschule, die jedoch nicht ihre Augen vor modernen gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen verschließt.

Zum einen wissen wir, dass viele Eltern und Erziehungsberechtigte aus sehr unterschiedlichen Gründen Ganztagsschulen kritisch gegenüberstehen und diese ablehnen. Zum anderen gibt es eine – wenn auch derzeit prozentual noch vergleichsweise geringe – Nachfrage nach ergänzender nachmittäglicher Betreuung. Diesen unterschiedlichen Ansprüchen und Wünschen versuchen wir durch eine durchdachte Mittags/Nachmittagsbetreuung in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Bildungsträger nachzukommen.

So haben wir in Zusammenarbeit mit dem Kolping Bildungswerk ein umfassendes Nachmittagsangebot geschaffen, aus dem die Schülerinnen und Schüler ggf. wählen können.

Eltern, die sich nicht in der Lage sehen, die Hausaufgaben- und/oder Nachmittagsaufsicht ihrer Kinder selbst zu gewährleisten, haben die Möglichkeit, auf sämtliche Elemente unserer Angebote von montags bis donnerstags (auch nur tageweise, so dies gewünscht wird) zurückzugreifen.

Dabei passen wir unsere Zeitstruktur dem gewohnten Rhythmus unserer Schülerinnen und Schüler an, d. h. diese haben in der Mittagspause zwischen 13.10 Uhr und 14.00 Uhr die Möglichkeit, in der Mensa des Schulzentrums eine warme Mahlzeit einzunehmen und sich zu erholen. Anschließend kann das Silentium aufgesucht oder das Angebot der zahlreichen Arbeitsgemeinschaften genutzt werden.

Fächerspektrum der JGRH

Die Realschule bietet ihren Schülerinnen und Schülern vielfache Möglichkeiten, eigene Begabungen zur fördern und auszubauen sowie neue Interessengebiete zu erschließen.

Schwerpunkte unserer unterrichtlichen Arbeit:

  • Mathematik, Naturwissenschaften, musische Fächer
  • Internationalität und Sprachen (Englisch/Französisch und Niederländisch)
  • ab Jahrgang 7 Differenzierungskurse mit
  • fremdsprachlichem,
  • naturwissenschaftlichem,
  • sozialwissenschaftlichem und
  • technischem Schwerpunkt
  • Berufswahlorientierung zur Unterstützung der Übergänge
  • von der Realschule in den Beruf
  • von der Realschule zu einer weiterführenden Schule mit Ziel Abitur/Studium
  • Sport (wöchentlich im Durchschnitt dreistündig)
  • Kultur: Kunst & Musik (Differenzierung in den Jg. 9 & 10)

Der Unterricht an der JGRH ist so orientiert, dass er das selbstständige Arbeiten der Schülerinnen und Schüler fördert und ihnen vielfältige individuelle Lernwege ermöglicht, die dem jeweiligen Interesse und Leistungsvermögen des Kindes angepasst sind.

Transparente und gerechte Leistungsbewertung

  • Ziffernzensuren und Zeugnisse
    • Lernentwicklungsberichte
    • Portfolios der Schülerinnen und Schüler (Schuljahresplaner, Berufswahlpass etc.)

Die Elemente erlauben eine umfassende Einschätzung der individuellen Leistung und eine entsprechende Beurteilung. Sie dienen als Basis für Gespräche mit den Eltern und Erziehungsberechtigten, wobei sich die Schule sieht in gemeinsamer Verantwortung mit den Eltern für die soziale und schulische Entwicklung des Kindes sieht.

Das Pädagogen-Team der JGRH – multiprofessionell und interdisziplinär

Unser pädagogisches Personal sorgt für optimale Lernsituationen und ermöglicht eine intensive Begleitung jedes einzelnen Kindes.

Für den Bereich der Übermittags-/Nachmittagsbetreuung stehen darüber hinaus seitens des Landes Nordrhein-Westfalen zusätzliche finanzielle Mittel aus dem Programm „Geld oder Stelle“ zur Verfügung, aus denen weitere externe Mitarbeiter finanziert werden können und die unsere Nachmittagsangebote auf attraktive Art und Weise bereichern. In diesem Zusammenhang kooperieren wir mit dem Kolpings-Bildungswerk, das über beste Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt.

JGRH – Anspruch an eine ganzheitliche Entwicklung

Diese steht im Mittelpunkt unseres pädagogischen Konzeptes. Hoch motivierte und vorbildlich ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen fördern Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Eigeninitiative, Engagement, Team- und Kommunikationsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler. Dabei ist die fachgebundene und fächerübergreifende Kooperation zwischen den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule ein ganz wesentliches Merkmal, das Ihresgleichen an vielen anderen Schulen sucht.

Keine Schülerin und kein Schüler soll das Gefühl haben, nach unterschiedlichen Maßstäben gemessen zu werden. So werden die Klassenarbeiten sowie ein Großteil der Tests zunehmend in den Klassen eines Jahrgangs parallel geschrieben. Diese orientieren sich stets am durchschnittlichen Leistungsstand des betreffenden Jahrgangs.

Ganz wichtig ist uns überdies eine Atmosphäre des Vertrauens, die genügend Raum für die Entwicklung des Kindes zu einer eigenständigen Persönlichkeit ermöglicht.

Für weitere Fragen klicken Sie hier FAQ.